Tore gegen die Tristesse: Wie ein Fußballclub ein argentinisches Armenviertel verwandelte
Am Dienstag gibt es auf Bayern 2 eine Reportage von Viktoria Eglau, die zeigt, welche positiven Einfluß der Fußball auf soziale Entwicklungen haben kann. Die Sendung wird am gleichen Tag noch einmal ab 22:30 Uhr wiederholt und kann hier i iLiga Radio verfolgt werden.
Auszug aus dem Pressetext:
“Chaco Chico ist eines der ungezählten Viertel im Armutsgürtel um die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Ungeteerte, staubige Straßen, niedrige Häuser mit unverputzten Fassaden und Bewohner mit geringen Einkommen, Gelegenheitsjobs oder gar keiner Beschäftigung. Das Migrantenviertel “Chaco Chico” (Klein-Chaco) heißt so, weil hier Einwanderer aus der gleichnamigen Region in Paraguay leben – ebenso wie viele Argentinier aus den Provinzen. In den 90er-Jahren war das Leben hier so trist wie fast überall im Conurbano um Buenos Aires.
Jugendliche ohne Perspektive gammelten an der Straßenecke herum, wurden nicht selten kriminell. Im besten Fall spielten sie Fußball, dabei flogen oft die Fäuste. Doch einige der Straßenkicker hatten einen Traum: den Traum vom eigenen Verein. Und von irgendwoher nahmen sie das Selbstvertrauen und den Optimismus, ihren Traum in die Tat umzusetzen. 1994 stellten zwölf Jugendliche auf einer Müllkippe ein Schild auf: In Kürze entsteht hier der Club “Defensores del Chaco”. Den Müll räumten sie weg, bauten ihren ersten eigenen Fußballplatz. Heute, über fünfzehn Jahre später, ist der Verein “Verteidiger des Chaco” eine attraktive, über die Grenzen des Viertels hinaus bekannte Sport- und Kultureinrichtung.
1700 Kinder und Jugendliche betreiben verschiedenste Sportarten oder betätigen sich künstlerisch. Die Vereinsfarben sind grün-schwarz: grün wie der Rasen und schwarz wie der Schlamm. Der Club hat “Chaco Chico” verwandelt und dem Viertel neues Selbstbewusstsein gegeben.”
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